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Donne Nissá Frauen ist ein 1995 von Frauen und Migrantinnen gegründeter Verein und seit Jahren als Ort der Begegnung, des Anschlusses und des Austauschs bekannt. Donne Nissà setzt sich zum Ziel, für und mit MigrantInnen zu arbeiten und Voraussetzungen zu schaffen, die es den Frauen möglich machen Wachstumsprozesse eigenmächtig zu aktivieren. Zu diesem Zweck organisiert der Verein zahlreiche Dienste, Aktionen und Projekte (darunter Berufsorientierungskurse, rechtliche Beratung, Betreuung in der Arbeitsermittlung, Spielstätten für Kleinkinder, interkulturelle Cafés, Veranstaltungen im Theater- und Literaturbereich) mit einem laizistischen und sozialkritischen Ansatz, der sich deutlich von der öffentlichen sozialfürsorglichen Orientierung differenziert.

 

Lungomare ist ein Projekt- und Ausstellungraum für Kultur und Gestaltung, und wurde 2003 von den Designern Angelika Burtscher und Daniele Lupo gegründet. Der Verein verbindet die Aufmerksamkeit für die örtliche Realität und deren Untersuchung mit einer internationalen Offenheit, die in der Mitarbeit mit verschiedenen kulturellen Vereinen und Institutionen zum Ausdruck kommt. Lungomare ist ein Ort für den Austausch und die Konfrontation, der sich in seinen unterschiedlichen Projekten u. a. zum Ziel setzt, die Zusammenhänge von Gestaltung und Kultur und ihren physischen, sozialen und politischen Kontexten zu untersuchen. Lungomare hat einen interdisziplinären Ansatz und ist darauf fokusiert, eine Beziehung zwischen den verschiedenen Bereichen des kreativen Schaffens herzustellen, wie z. B. Design, Architektur, Stadtplanung und Kunst.

 

Volontarius ist ein ONLUS-Verein der seit 1999 auf die Freiwilligenarbeit baut und seine Tätigkeiten auf den unentgeltlichen Einsatz, das gemeinsame Teilen und die Aufnahme von sozial ausgegrenzten Menschen gründet. Der Verein ist in verschiedenen sozialen Bereichen tätig, so z. B. in der Unterstützung von Obdachlosen und Prostituierten, in der Führung von Rom- und Sintisiedlungen und in der Fürsorge von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Das Flüchtlingszentrum “ex-Gorio” nimmt erwachsene MigrantInnen und Flüchtlinge auf und sorgt für eine erste Einführung in den lokalen Gesellschaftskontext anhand von Sprachkursen und kulturellen Veranstaltungen. Das Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge beherbergt junge MigrantInnen, die getrennt von ihrer Familie leben, und organisiert schulische und kreative Initiativen sowie Veranstaltungen zur Freizeitgestaltung bzw. Arbeitseingliederung.

 


Das Netzerk für die Rechte von Menschen ohne Mitsprache ist ein Netzwerk von Vereinen, Gewerkschaften und einzelnen BürgerInnen, die bemüht sind, der steigenden Intoleranz-Welle entgegenzuwirken. Das Netz kämpft für die Anerkennung der Rechte von MigrantInnen in Südtirol und ganz Italien und hat zahlreiche öffentliche Aktionen zur Bekämpfung des Rassismus veranstaltet. Kürzlich hat es die Organisation der ersten europaweit ausgerufenen Protestaktion von MigrantInnen – und dem ersten MigrantInnenstreik in Italien – vor Ort übernommen.

Papperlapapp ist ein Jugendzentrum das seit 1992 ein reiches Veranstaltungsprogramm anbietet, vom Sprachcafé über die Förderung von jungen Musikgruppen bis hin zu den interkulturellen Events der «InterKult». Seit 2009 führt Papperlapapp zusammen mit Arci Ragazzi das «Pippo», ein Lokal in dem Konzerte sowie Kultur- und Freizeitveranstaltungen stattfinden.

 

 

Die Alexander Langer Stiftung wurde 1999 gegründet und unterstützt Gruppen und Einzelpersonen, welche mit ihrer Arbeit dazu beitragen, das Erbe und die Ideen Alexander Langers wach zu halten und seinen zivilen, kulturellen und politischen Einsatz fortzuführen. Auf Europäischer Ebene war Langer eine Schlüsselfigur für die Reflexion zum Umgang mit kultureller Verschiedenheit und für die Mediation von interethnischen Konflikten. Zu den wichtigsten Aktivitäten der Stiftung gehören der internationale “Alexander Langer Preis”, das internazionale Festival “Euromediterranea” und das Projekt “Adopt Srebrenica”. Außerdem unterstützt die Stiftung die Ausbildung von KonfliktmediatorInnen und FriedensarbeiterInnen in Form eines Masterstudiums, das in Zusammenarbeit mit der Universität Bologna organisiert worden ist.

 

Radio Tandem, ist ein unabhängiger freier Rundfunk in Bozen, der 1977 zeitgleich mit vielen anderen bekannten freien Radios in Italien, wie z. B. Radio Alice, Radio Sherwood und Radio Popolare, im Zuge der Liberalisierung des Aethers gegründet wurde. In seiner Programmstruktur finden sich zahlreiche Sendungen, die von MigrantInnen gestaltet und präsentiert werden; außerdem werden häufig avantgardistische Kunstprojekte unterstützt und ausgestrahlt. Als Kulturverein veranstaltet Radio Tandem seit Beginn der Achtziger Jahre Feste und Konzerte, wie z. B. das «Volxfest/a», ein zweitägiges Musikfest, das jährlich auf den Talferwiesen in Bozen stattfindet.